Virtual Reality und Senioren

Statements aus der Forschung

Studie Autoren
Virtual Reality-Based Cognitive Stimulation to Improve Cognitive Functioning in Community Elderly: A Controlled Study* Gamito, P., Oliveira, J., Alves, C., Santos, N., Coelho, C. & Brito, R. (2020). Cyberpsychology, Behavior, and Social Networking Link zur Studie

Das Hauptziel dieser Studie war, herauszufinden, ob funktionelle Aufgaben, die auf Virtual Reality basieren, Vorteile in der Wirksamkeit gegenüber traditionellen kognitiven Aufgaben mit Papier und Bleistift haben. Außerdem sollte herausgefunden werden, ob diese Ergebnisse Generalisierbar und auf Alltagsaufgaben anwendbar sind. Dafür wurden 43 gesunde und ältere (mindestens 65 Jahre alt) Probanden in eine experimentelle Gruppe (VR-Aufgaben) und eine Kontrollgruppe (Papier-Bleistift-Aufgaben) aufgeteilt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Senioren in der experimentellen Gruppe Verbesserungen im allgemeinen Wahrnehmungsvermögen, der Ausführung, der Aufmerksamkeit und des visuellen Gedächtnisses haben. Die Ähnlichkeit der Übungen in virtuellen Umgebungen mit tatsächlichen Aktivitäten des alltäglichen Lebens kann außerdem die Wahrscheinlichkeit der Übertragung der im Training erlernten Fähigkeiten auf das Alltagsleben erhöhen.

An Exploration of Virtual Reality Use and Application Among Older Adult Populations Brown, J.A. (2019). Gerontology and Geriatric Medicine, 5, 1-7 Link zur Studie

Diese Studie zielt auf ältere erwachsene Teilnehmer ab, die unabhängig leben, um eine erste Basis für grundlegende Überlegungen zur Nutzung von Virtual Reality zu schaffen. Dafür wurden zehn Senioren im Alter von 63 bis 89 Jahren nach der Benutzung einer VR-Brille individuell mittels teilstrukturierter Interviewfragen befragt. Untersucht wurden Benutzerfreundlichkeit, Präferenzen bei der Auswahl der Videos und die allgemeine Anwendung. Die Studie liefert Einblicke in den potenziellen Nutzen sowie in problematische Fragen, die bei der Erforschung der VR-Nutzung in der älteren Bevölkerungsgruppe auftreten können, insbesondere bei solchen, die emotional, kognitiv und/ oder physisch verletzlich sind.

Elderly Co-Watching 360-films – learnings and implications for sessions and design. Ghebremikael, S. (2019). KTH Royal Institute of Technology Link zur Studie

Diese Arbeit untersucht, welche Auswirkungen das gemeinsame Schauen in Gruppen von 360°-Filmen an einem gemeinsamen Ort auf ältere Menschen haben kann. Dabei zeigte sich, dass die Teilnehmer einen gewissen Mehrwert erkannten. Die Studie bestand aus fünf Sitzungen mit 19 älteren Menschen, in denen sie sich gemeinsam ein bis drei 360-Filme ansahen. Es wurden vor allem die Bereicherung des Alltags durch neue Erfahrungen und Erinnerungen untersucht und es zeigte sich, dass die Zusammengehörigkeit beim gemeinsamen Schauen von externen sozialen Faktoren abhängen. Außerdem wurden auch mögliche Verbesserungen zur Organisation und Durchführung der Sitzungen untersucht. Des Weiteren ergaben sich sechs Implikationen, die ebenfalls genauer untersucht wurden: die Rolle des Administrators, die Zusammensetzung der Gruppe, der Wert des Zuschauens, die Verbesserung der Erfahrung durch gemeinsames Schauen, die Verringerung des Gewichts der am Kopf befestigten Geräte und die Bedeutung des Inhalts.

Using Virtual Reality for Cognitive Training of the Elderly García-Betances, R.I., Jiménez-Mixco, V., Arredondo, M.T. & Cabrera-Umpiérrez, M.F. (2015). American Journal of Alzheimer’s Disease & Other Dementias, 30:1, 49-54. Link zur Studie

Diese Studie zeigt auf, wie die Verwendung von Virtual Reality eingesetzt von medizinischem Personal, Mitarbeitern des Gesundheitswesens oder Pflegekräften zur Verbesserung der Qualität der Aktivitäten des täglichen Lebens von älteren Menschen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen oder Demenz im Frühstadium beitragen kann. Dabei werden einige effektive Gestaltungskriterien, Entwicklungsstrategien und Verfahren vorgeschlagen. Die Untersuchungen ergaben, dass die VR gestützten Verfahren zur Milderung von verhaltensbedingten und psychologischen Symptomen von Patienten mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen und Demenz im Frühstadium beitrugen, da sie die spezifischen Rehabilitationsbedürfnisse dieser Patienten sowie die Interventionsanforderungen ihrer Betreuer bestmöglich unterstützen.

Exploring the potential of virtual worlds in engaging older people and supporting healthy aging Siriaraya, P., Siang Ang, C. & Bobrowicz, A. (2014). Behaviour & Information Technology, 33:3, 283-294. PDF vorhanden, auf Anfrage

Das Hauptziel dieser Studie bestand darin, den potenziellen Wert virtueller Welten für die Unterstützung eines gesunden Alterns zu untersuchen, indem die Interessen, Aktivitäten, Eigenschaften und das soziale Engagement älterer Nutzer in virtuellen Welten untersucht werden. Um diese Interessen und das Engagement älterer Menschen in virtuellen Welten zu erforschen wurden teilstrukturierte Interviews mit 15 älteren Nutzern (55 Jahre) durchgeführt. Außerdem wurde sich auch auf frühere Forschungen bezogen. Auf dieser Grundlage konnten vier Bereiche identifiziert werden,  in denen virtuelle Welten zur Unterstützung älterer Menschen nützlich sein könnten: der potentielle Wert virtueller Welten für die Unterstützung älterer Menschen bei der Bewältigung ihrer Krankheiten und Behinderungen, die Erleichterung des sozialen Engagements, die Erleichterung der Teilnahme an produktiven Aktivitäten und die Bereitstellung geistiger Stimulation.

A Discussion of the Use of Virtual Reality in Dementia Garcia, L., Kartolo, A. & Methot-Curtis, E. (2012). Virtual Reality in Psychological, Medical and Pedagogical Applications, 6, 123-136. Link zur Studie

Diese Studie gibt zunächst einen Überblick darüber, wie Demenz als Erkrankung zu verstehen ist und zeigt auf, welche Versuche mit unterschiedlichen Medien bereits unternommen wurden, die Erkrankten auf ihrem Weg zu unterstützen und zu fördern. Im Anschluss daran wird auf Virtual Reality als innovatives Medium eingegangen und das Potential dieser Technologie in Bezug auf die Krankheit Demenz eingegangen. Das vorliegende Kapitel unterstützt den Einsatz von virtueller Realität, um diese Art der Interaktionen zu erforschen. Bei der Analyse der bereits vorhandenen Literatur wurde herausgefunden, dass die VR-Technologie sich als nützlich erweisen kann, um die Rolle der physischen und sozialen Umgebung zu testen, indem Personen mit Demenz in virtuelle Umgebungen eintauchen und die Ergebnisse nach der Umgestaltung der virtuellen Umgebung beobachtet werden. So könne die VR-Technologie dabei helfen, zu verstehen, wie Menschen mit Demenz mit ihrer Umwelt agieren, sei es physisch mit Objekten oder sozial mit anderen Menschen in ihrer Umgebung und mit der Analyse dieser Ergebnisse zur Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen führen.

The effect of virtual reality program on the cognitive function and balance of the people with mild cognitive impairment. Hwang, J. & Lee, S. (2017). The Journal of Physical Therapy Science, 29:8, 1283-1286. Link zur Studie

Der Zweck dieser Studie war die Untersuchung der Auswirkungen von VR-Anwendungen auf die kognitive Funktion und das Gleichgewicht bei älteren Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung. Es nahmen 24 Personen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung an der Studie teil. Das Experiment zog sich über vier Wochen, wobei die Teilnehmer pro Sitzung jeweils 30 Minuten mit dem VR-Programm gearbeitet haben. Es wurden die kognitiven Funktionen der Experimentalgruppe und der Kontrollgruppe vor und nach der Behandlung mit VR verglichen, wobei signifikante Unterschiede in der Experimentalgruppe festgestellt wurden. Es zeigte sich, dass das VR-Programm eine effektive Interventionsmethode zur Verbesserung kognitiver Funktionen wie das Gedächtnis ist und die Gleichgewichtsfähigkeit älterer Menschen verbessert. Darüber hinaus könne das VR-Programm die Motivation steigern, indem es durch die visuellen und auditiven Signale Spaß und Interesse weckt.

A Feasibility Study with Image-BasedRendered Virtual Reality in Patients with MildCognitive Impairment and Dementia. Manera, V., Chapoulie, E., Bourgeois, J., Guerchouche, R., David, R., Ondrej, J., Drettakis, G. & Robert, P. (2016) Link zur Studie

Der Zweck der vorliegenden Studie bestand darin, die Akzeptanz von VR, die damit verbundenen Interessen und eventuelle Verwendungsprobleme der älteren Zielgruppe zu evaluieren und diese gewonnenen Erfahrungen auf klinische Situationen auszudehnen, insbesondere auf Patienten mit leichter kognitiver Beeinträchtigung oder Demenz. Es nahmen 30 Patienten mit leichter kognitiver Beeinträchtigung (62-89 Jahre) und 30 Patienten mit Demenz (65-90 Jahre) an der Studie teil. Ihnen wurde in einer einzigen Sitzung eine Aufgabe zur Schulung der selektiven und anhaltenden Aufmerksamkeit gestellt, einmal in Papierversion und einmal mit der Hilfe von Virtual Reality. Die Ergebnisse zeigten, dass sowohl die Teilnehmer mit leichter kognitiver Beeinträchtigung als auch mit Demenz sehr zufrieden und an der Aufmerksamkeitsaufgabe interessiert waren. Sie berichteten über ein hohes Sicherheitsgefühl und ein geringes Maß an Unbehagen, Angst und Müdigkeit. Darüber hinaus berichteten die Teilnehmer, dass sie mit der VR-Bedingung zufriedener waren als mit der Papier-Bedingung.

Cognitive Stimulation of Elderly Individuals with Instrumental Virtual Reality-Based Activities of Daily Life: Pre-Post Treatment Study. Gamito, P., Jorge Oliveira, J., Morais, D. Coelho, C., Santos, N., Alves, C., Galamba, A., Soeiro, M., Yerra, M., French, H., Talmers, L., Gomes, T. & Rodrigo Brito, R. (2018). Cyberpsychology, Behavior, and Social Networking PDF vorhanden, auf Anfrage

In der vorliegenden Studie, die zur Entwicklung eines strukturierten Programms für kognitive Interventionen mit Schwerpunkt auf älteren Menschen beitragen soll, wurden die Auswirkungen einer kognitiven Stimulation mittels Virtual Reality im Rahmen eines bereichsübergreifenden Programms, das auch die Förderung sozialer Fähigkeiten älterer Menschen umfasst, untersucht. Es wurden eine Reihe von Übungen mit VR durchgeführt, die Aktivitäten des täglichen Lebens imitieren und mit denen der Patient verschiedene kognitive Bereiche trainieren kann. 25 Teilnehmer im Alter von 65-85 Jahren durchliefen 12 Trainingseinheiten. Bei neuropsychologischen Messungen vom visuellen Gedächtnis, Aufmerksamkeit und kognitiver Flexibilität wurden signifikante Anstiege zwischen den beiden Untersuchungen festgestellt. Diese Fähigkeiten werden vor allem in alltäglichen Aktivitäten gebraucht, wie z.B. beim Einkaufen, der Zubereitung von Essen oder bei der Auswahl von Kleidung.

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